Wasserbüffel

Hornbach ist um eine weitere Touristenattraktion reicher, denn seit Mai beweiden Wasserbüffel ein ca. 16 Hektar großes Areal im Hornbachtal. Hierbei handelt es sich um das erste Projekt mit dieser robusten und attraktiven Rinderrasse in der Pfalz. Durch die extensive Beweidung wird die zunehmende Verbuschung der Talaue verhindert, das Landschaftsbild und die Kulturlandschaft gefördert und erhalten. Gleichzeitig wird der floristische und faunistische Artenreichtum sowie die Biotoptypenvielfalt erhöht.



Es handelt sich hierbei um das erste Projekt mit Wasserbüffeln in der Südwestpfalz. Wasserbüffel eignen sich in besonderer Weise für die Bewirtschaftung von Feucht- und Nassstandorten, die in der modernen Landwirtschaft vielfach als unrentabel aufgegeben wurden. Damit einher ging auch ein Niedergang der artenreichen Biotope, die unter dem Einfluss der Beweidung reaktiviert werden sollen. Neben der nachhaltigen Nutzung der Talaue werden die „exotischen“ Weidetiere eine zusätzliche Werbequelle für die Stadt Hornbach darstellen.

Finanziert wird das Naturschutzprojekt aus Mitteln der naturschutzrechtlichen Ersatzzahlung. Das Land setzt diese Mittel für Verbesserungen des Zustandes der Landschaft ein, die im Zusammenhang mit Bauprojekten an anderer Stelle nicht ausgeglichen werden konnten. Die erforderlichen Mittel in Höhe von 96.000,00€ wurden am 5. Januar 2010 vom Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz bewilligt. Träger des Projektes ist die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Südwestpfalz.

Zwischenzeitlich hat sich die Familie dieser "vierbeinigen Rasenmäher", die sich bislang aus 6 Büffelkühen, einem Kalb und dem Bullen "Anton" zusammensetzten, um sechs weitere Mitglieder vergrößert. Weiterer Zuwachs wird folgen.



Talaufwärts hinter Mauschbach werden durch den Naturschutzbund Zweibrücken attraktive Highland-Cattles und Konikpferde zum gleichen Zweck gehalten.